Einsatznummer
30/2026
Alarmierung
11/07/2026 18:53 Uhr
Einsatzort
Neuried-Altenheim
Einheiten
Altenheim / Müllen, Ichenheim / Dundenheim, Schutterzell
Fahrzeuge
(H) LF 10, AH Dekon, ELW 1, GW-L, HLF 20/16, LF 8/6, MTW ARB 1, MTW ARB2, MTW ARB3, MZB, TLF 3000, TSF-W, TSFW 500 ARB3
Am 11. Juli 2026 um 18:53 Uhr wurde die Feuerwehr mit dem Alarmstichwort „B 3.1 – Brand 3, brennt Lagerhalle“ alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine weithin sichtbare Rauchsäule erkennbar, die den Einsatzkräften den Weg zur Einsatzstelle wies.Da sich die Angehörigen des Alarmierungsbereichs 1 (ARB 1) zu diesem Zeitpunkt im Rahmen eines Familienfestes am Feuerwehrhaus befanden und die Lage bereits auf Sicht erkennbar war, konnten sämtliche Fahrzeuge umgehend besetzt und zur Einsatzstelle entsandt werden.Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand eine Lagerhalle mit rund 800 Heu- und Strohrundballen bereits im Vollbrand. Sofort wurden Riegelstellungen aufgebaut, um ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Zur Unterstützung dieser Maßnahmen wurden bereits kurz nach der Alarmierung zusätzliche Tanklöschfahrzeuge aus Kehl und Lahr nachalarmiert. Die Einsatzleitung erhielt zudem Unterstützung durch den stellvertretenden Kreisbrandmeister.Im weiteren Einsatzverlauf wurden zwei Bagger privater Bauunternehmen eingesetzt, um die Halle auszuräumen und die Brandlast gezielt ablöschen zu können. Da sämtliche vor Ort verfügbaren Atemschutzgeräteträger über längere Zeit im Einsatz waren, erfolgte die Nachalarmierung weiterer Atemschutzkräfte aus dem ARB 3, aus Schutterwald sowie des Abrollbehälters Atemschutz aus Offenburg.Zur Sicherstellung des örtlichen Grundschutzes wurde zusätzlich ein Löschfahrzeug des ARB 4 aus Kehl eingesetzt. Zur Unterstützung der Bagger beim Ausräumen wurde das THW aus Biberach mit einem Teleskoplader alarmiert. Darüber hinaus unterstützte ein privater Helfer mit einem Radlader die Einsatzmaßnahmen und half beim Ausräumen, sowie bei der Verteilung des Brandgutes, um die Nachlöscharbeiten zu beschleunigen.Gegen Mitternacht wurde zur personellen Entlastung der eingesetzten Kräfte ein Löschzug aus Kehl für 02:00 Uhr nachalarmiert, um die Einsatzkräfte aus Neuried schrittweise abzulösen. Nachdem die Kapazitäten des Abrollbehälters Atemschutz aus Offenburg erschöpft waren, wurde zusätzlich der Abrollbehälter Atemschutz aus Kehl angefordert.Am nächsten Morgen, gegen 07:00 Uhr, erfolgte erneut ein vollständiger Austausch der eingesetzten Mannschaften durch Kräfte des ARB 1 Neuried und des ARB 3.Gegen 12:00 Uhr konnten die umfangreichen Einsatzmaßnahmen schließlich deutlich reduziert werden. Ein Landwirt errichtete eine Beregnungsanlage, die das verbliebene Brandgut kontinuierlich mit Wasser beaufschlagte. Zur Absicherung verblieb noch ein Löschfahrzeug als Brandwache an der Einsatzstelle. Diese konnte gegen 15:00 Uhr beendet werden.Der Einsatz stellte aufgrund seiner langen Dauer, der hohen Anzahl eingesetzter Kräfte sowie der umfangreichen Logistik eine besondere Herausforderung dar. Durch das hervorragende Zusammenspiel aller beteiligten Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Unternehmen und Unterstützer konnte ein Übergreifen des Feuers auf weitere Gebäude verhindert und der Brand letztlich erfolgreich unter Kontrolle gebracht werden.
